Woche 11: 16.-23. Juni 2012

8 07 2012

Dschungelfieber, EM-Fieber und Inselfieber

Unser Aufenthalt in Wien beschränkte sich zunächst auf den Flughafen, ehe es in einen weiteren „Dschungel“ ging. Die dicht bewaldete Gegend im nordwestlichen Niederösterreich war für die nächsten zwei Tage unser Ziel. Das Dschungel- oder besser Waldfieber hat uns bald gepackt und von so manchen Einheimischen wurden wir sehr freudig willkommen geheißen, verköstigt und untergebracht. Es würde vielleicht zu weit gehen, die Traditionen der Einheimischen mit jenen der Bergvölker in Vietnam zu vergleichen, aber gewisse Ähnlichkeiten sind dennoch festzustellen: In manchem Haushalt ist es beispielsweise üblich dem passiven Ballsport zu frönen. So wird bis zu später Stunde über ein gesehenes Fußballmatch diskutiert und über den Schiedsrichter meist geschimpft. Wie sich herausstellte handelte es sich bei dem aktuellen Turnier um die Europameisterschaft (=EM), die die Leute so in ihren Bann zog.

One of the few non-forested areas in Woodquarter 🙂

 

One of the local animals

Nach nur zwei Tagen verstärktem Kontakt mit den Einheimischen (vor allem mit jenen derselben Familie :-)) ging es weiter nach Wien. Auch dort war fast Jede/r vom EM-Fieber gepackt. Die entscheidenden Fragen waren also: Wer gewinnt? Wo sollen wir das Match anschauen? Wer bringt die Chips mit? Wer das Bier? Nach Klärung dieser Fragen, konnten wir an der Vorführung der Ballkünstler an zwei aufeinander folgenden Abenden teilnehmen.

Getting to know the Austrian locals…

 

…and their gestures 🙂

Kaum war jedoch eine Ruhepause im Ballturnier, suchten die Wiener/innen zu Hundertausenden eine kleine Insel inmitten der Donau auf, um dem so genannten „Donauinselfest“ beizuwohnen.

At the Danube-Island Festival 1

 

Danube-Island Festival 2

Das Inselfieber schien die halbe Stadt lahmzulegen, wie man an den Platzverhältnissen in den Wiener Linien erkennen konnte. Auf der Insel konnte man einheimische und fremde Klänge hören und so manchen Tanzschritt der Wiener/innen abschauen. Zu den kulinarischen Genüssen, die die Einheimischen zu sich nahmen, gehörten in erster Linie klebrige, fettige und flüssige Substanzen (Donuts, Pommes und Bier). Nach drei Tagen, war das Spektakel auch schon wieder vorbei – aber da ging die EM auch schon wieder weiter…

THE END



Woche 10: 13.-15. Juni 2012 (Travellers‘ cut :-))

2 07 2012

One day in Bangkok, Zimmermäuse und das Waldviertel in Finnland

Am 13. Juni brachen wir planmäßig – trotz Gregors angeschlagener Gesundheit – nach Bangkok auf. Zu unserer Überraschung flogen wir mit einer kleinen Propellermaschine, dessen Pilot sich ziemlich in die Kurven legte.

The smallest plane we've ever been on.

In Bangkok angelangt, konnten wir unseren Heimflug umbuchen und um rund eine Woche, auf den 15. Juni, vorverlegen. Unser Hostel, inmitten der Altstadt, hatte glücklicherweise auch ein sehr angenehmes Café dabei, dessen Tees uns für den letzten Tag stärkten. Am folgenden Tag machten wir uns bei brütender Hitze auf, einige Tempelanlagen Bangkoks zu erkunden. Dazwischen landeten wir immer wieder in jenem Café – was nicht nur am hervorragenden Tee, sondern auch an der Klimaanlage und Gregors Gesundheitszustand lag. Abends erklommen wir schließlich noch die so genannte Golden Mount, auf deren Spitze sich uns ein Blick auf die ganze Stadt darbot. Nachdem wir am gleichen Abend noch unsere Sachen gepackt hatten, um für unsere Heimreise gerüstet zu sein, wurden wir durch ein Geräusch aufgeschreckt. Wie sich herausstellen sollte, handelte es sich um eine Maus, die es sich wechselweise unter unserem Bett und zwischen unseren Rucksäcken bequem gemacht hatte. Nach der erfolgreichen Mäusejagd, konnten wir endlich schlafen gehen.

Bangkok at night...

 

...and at day-time.

 

The enlightened one :-)...

...on our way to the top of the Golden Mount.

Am 15. Juni traten wir unsere Heimreise an und verbrachten erneut einen Tag im Flieger, ehe wir in Helsinki (ja, in Finnland :-)) aufsetzten. Dort warteten wir auf den letzten Anschluss-Flug  dieser Reise. Dabei konnten wir durch die großen Glasfenster einen Blick auf Finnland erhaschen. Finnland stellte sich – wie eine Freundin bereits vor der Reise angemerkt hatte – als eine nordische Version des Waldviertels heraus. Zu einer genauen Betrachtung hatten wir allerdings keine Zeit, denn unsere Zeit am Flughafen war knapp bemessen. Rund zwei Stunden später setzten wir schließlich in Wien auf.

 

At home - finally.

 



Woche 9: 6.-12. Juni 2012

2 07 2012

Kokosnuss-Konfekt, Angkor Wat und Steaks in Kambodscha

Die letzten Tage in Vietnam verbrachten wir in Ho Chi Minh City, wo es leider oft und stark geregnet hat. Wir besuchten dort unter anderem das Kriegsmuseum, dessen fotografische Dokumentation des Vietnamkriegs definitiv nichts für schwache Nerven ist. Es ist unglaublich, welche Verbrechen in diesem Krieg an Zivilisten verübt wurden. Dieses Museum hat lange nachgewirkt und als Ablenkung besuchten wir das ehemalige französische Viertel und das Wasserpuppentheater. Wir konnten im Theater zwar der genauen Handlung nicht folgen (war auf Vietnamesisch), aber es war dennoch eine willkommene (und kindliche) Ablenkung.

A rainy day in southern Vietnam

 

In front of the war museum

 

Notre Dame in Ho Chi Minh City

 

One of them is the puppet master 🙂

 

At the water puppet theatre

Am darauffolgenden Tag  machten wir uns zu einer Tour ins Mekong-Delta auf. Der Floating Market wurde leider vom Regenwetter nicht verschont und daher war wenig los. Die Naschkatzen unter uns haben sich aber besonders am Besuch einer Süßigkeiten-Fabrik erfreut. Dort konnten wir sehen, wie Pop-Reis und Kokosnuss-Konfekt erzeugt wird und durften auch sogleich kosten. Nach zwei weiteren Tage im verregneten Ho Chi Minh City hieß es schließlich Abschied nehmen von Vietnam.

 

Floating market at the Mekong delta

 

The manufacturing of coconut candy

 

On a boat trip...

 

...with a real Vietnamese 😉

Die Weiterreise führte uns nach Kambodscha, wo wir am ersten Abend die Gunst der Stunde nutzen, um den Sonnenuntergang auf Pre Rup, einer Tempelanlage, zu beobachten. Dabei ist uns sogleich aufgefallen, dass der Umgang mit diesen geschichtsträchtigen Gebäuden ziemlich locker ist: Man kann auf den Tempelanlagen nach Lust und Laune die höchsten Türme erklimmen und die teilweise vorhanden Ruinen besteigen. Keiner wird sich daran stoßen – auch nicht jene gläubigen Buddhisten, für die jene Tempel noch immer eine Gebetsstätte sind.

Sunset at the temple Pre Rup in Cambodia

 

Sunset 2

Am nächsten Morgen machten wir uns schließlich auf zur so genannten „kleinen Tour“, die sämtliche bekannte Tempel rund um Siem Reap beinhaltete. So konnten wir Angkor Wat betrachten, in den Gängen von Angkor Thom auf den Spuren von Indiana Jones wandeln, in Ka Teo die Tempelspitze erklimmen und uns in Ta Prohm einen Weg durch die stark bewachsenen Tempelruinen bahnen.

Angkor Wat

 

Amazing reliefs at Angkor Wat

 

Cleaning staff at Angkor Wat 🙂

 

At Angkor Thom, the great city

 

Strange faces at Angkor Thom 😉

 

On top of Ka Teo

 

Gregor following Lara Croft's traces in Ta Prohm (see Tomb Raider :-))

Am Abend wurde Gregor allerdings ein Steak zum Verhängnis: Bereits in der selben Nacht zeigten sich Krankheitssymptome wie starkes Fieber. Diese Symptome verstärkten sich am nächsten Tag noch und stellten sich schließlich als Lebensmittelvergiftung heraus. Nach einem Tag im Hotelzimmer, konnte er zumindest schluckweise etwas Tee zu sich nehmen. Aber eines war für uns klar: Wir wollten unter diesen Umständen keine weitere Woche in Thailand verbringen, sondern möglichst bald heimkehren.



Woche 8: 30. Mai – 5. Juni 2012

1 07 2012

Kaisergräber, tapfere Schneider und die lukullischen Genüsse Südvietnams

In Hue wagten wir uns erstmals selbst auf ein Moped – allerdings nur als Mitfahrer. Unsere Annahme, dass in Vietnam jeder Verkehrsteilnehmer einfach dann fahren würde, wenn es ihm/ihr passt, hat sich dabei bestätigt. So ging es über Schnellstraßen und Feldwege und auch über eine Mopedbrücke. Wohin ging also die Fahrt? Wir besuchten unter anderem zwei Kaisergräber und einer Pagode. Als ehemaliger Regierungssitz der vietnamesischen Kaiser war Hue ehemals ein politisches und kulturelles Zentrum, was sich an den reich geschmückten Gräbern auch deutlich zeigte. Als unangenehmes Souvenir der Mopedreise hat Theresa jedoch einen Sonnenbrand mitgenommen.

Taking part in Vietnam's crazy traffic

 

Scooter-bridge in Vietnam

 

At the Thien Mu pagoda

 

Stone and real wardens at emperor Kai Dinh's grave

Von Hue ging es weiter nach Hoi An, dessen Altstadt zu Recht als Weltkulturerbe zählt. Darüber hinaus hat Hoi An den Ruf eine „Schneiderstadt“ zu sein, was die unzähligen Kleidergeschäfte und Stoffläden auch deutlich machten.  Eine Hälfte unserer Zweiergruppe konnte es also nicht lassen, sich etwas schneidern zu lassen. Wohingegen sich die männliche Hälfte mit dem Schneiden der Haare begnügte.

 

Historic downtown in Hoi An

 

Whereas some people decided to get newly tailored clothes…

 

...others decided to have a new hairstyle.

 

The result is nothing to sneeze at 😉

Nach zwei Nächten ging es jedoch schon weiter nach Na Thrang, wo wir erstmals das faule Strandleben erprobten – für einen Vormittag 🙂 Dabei stellten wir zu unserer Überraschung fest, dass in Na Thrang häufig kyrillische Zeichen verwendet wurden. Die große Anzahl russischer Urlauber war schließlich des Rätsels Lösung.

 

Beach life at Na Thrang

Danach führte uns der Wunsch nach Abkühlung nach Da Lat, einem kühleren Ort in den Bergen. Dort kamen wir nicht nur mit einer der besten Konditoreien des Landes in Kontakt, sondern auch mit so manchen außergewöhnlichen Speisen. Die gebratenen Grillen haben bereits die Geister gespalten – das Mäusefleisch hat Theresa als Vegetarier sogleich verwehrt.  Besonders fasziniert hat uns ein Bergvolk, das wir auf einer Tour besuchen konnten. Für uns ist es kaum vorstellbar welch einfaches und traditionelles Leben dieses Volk führt. So ist es beispielsweise üblich, dass die Eltern für die Tochter einen Bräutigam kaufen. Gregor ist dabei fast gekauft worden, hätte Theresa nicht eingegriffen.

 

Trying some crickets at a local cricket farm.

 

Visiting the hill tribe called "Chong".

 

Traditional handicraft is still practiced by the Chong.

 

The festive clothing is self-woven.

Da Lat at night



Woche 7: 23.-30. Mai 2012

14 06 2012

Skypark, Drachen-Bucht und Nachtbusfahrten in Vietnam

Am vorletzten Abend in Singapur  haben wir den Skypark erklommen, der einer der touristischen Höhepunkte im futuristisch-modernen Zentrum ist. Der Skypark ist wie ein Surfbrett über der Stadt, ein UFO oder eine flachgedrückte Version der Titanic. Am besten man sieht sich das folgende Foto an 😉

Skypark Singapore

view from the Skypark top - awesome!

 

skyscrapers and air-conditioners - real Singapore feeling 😉

Um unserem Aufenthalt in Singapur gebührend abzuschließen haben wir noch Sentosa aufgesucht. Zu unserem Erstaunen handelte es sich bei der Hausinsel von Singapur um eine west-östliche Version von Disneyland für Junge und Junggebliebene. Wir hatten jedoch nicht sehr viel Zeit Shrek und Co. aufzusuchen, da wir uns am nächsten Morgen bereits auf dem Weg nach Vietnam machten.

chocolate lovers on Sentosa 🙂

Der Flug nach Hanoi gestaltete sich insofern spannend als wir neben einer Mitarbeiterin der vietnamesischen Regierung Platz fanden. Die Dame war zunächst offen verwundert, dass wir  in so jungen Jahren ohne Aufsichtsperson nach Hanoi fliegen. Wir haben zwar die Einreise ohne Aufsichtsperson geschafft, aber nach unserem Erstkontakt mit dem Verkehr in Hanoi hätte sich das eine oder andere Mal ein Guide als hilfreich erwiesen.

Hanoi ist wie ein riesiges Dorf mit einer Million Einwohnern und mindestens so vielen Mopeds. Es ist laut, dreckig und eng und so ließ auch der Kulturschock nicht lange auf sich warten. Den ersten Tag haben wir daher damit zugebracht, uns mit dem Straßenplan anzufreunden und das Ho Chi Minh Mausoleum zu finden. Dies gelang schließlich trotz Monsunregens auch. Wie Gregor bestätigen kann, war dies definitiv sein außergewöhnlichster Geburtstag.

enjoying Hanoi in the monsoon rain 😉

a new poncho - the perfect birthday present on this day 🙂

in front of the Ho Chi Minh mausoleum

Bereits am nächsten Tag machten wir uns für zwei Tage auf den Weg zur Drachenbucht – besser bekannt als Ha Long Bucht. Am ersten Tag wurde der Anblick auf die zahlreichen Inseln durch den Regen getrübt. Die Sung Sot Höhle war glücklicherweise trocken und daher umso beeindruckender. Die Nacht verbrachten wir auf einem Boot in der Ha Long Bucht. Wir waren die Nachbarn eines Öltankers. Dies war dann doch eine Überraschung, da die Ha Long Bucht Weltnaturerbe ist. Die Ratten auf dem Boot waren dann gar nicht mehr so überraschend. Am nächsten Tag klärte sich der Himmel und wir konnten noch schöne Ausblicke auf einige der Inseln genießen.

 

traffic jam at Ha Long Bay

WTF is the oil tanker doing in the bay!?!

Zurück in Hanoi konnten wir noch den Nachtmarkt unsicher machen und den Hoan Kiem See umrunden, ehe es mit dem Nachtbus nach Hue ging. An Schlaf war aufgrund des Schlaglöcher-Aufkommens nicht zu denken. In so manchem Schlagloch hätte wohl ein ganzer PKW Platz gefunden. Der Fahrer nahm diese jedenfalls gelassen und fuhr rasant über so manchen Graben am Weg hinweg. Die Liegesitze waren zudem für asiatische Maßstäbe gemütlich – also etwas zu eng für uns. Dass die Toilettentür nicht zu schließen war und so mancher Schlafende schnarchte, war in Anbetracht der Hitze am frühen Morgen dann fast kein Problem mehr. In Hue angekommen, brauchten wir zunächst einmal Eines – nämlich Ruhe.

Vietnam = Pho

Vietnam = Scooters

 

 



Woche 6: 16.-22. Mai 2012:

1 06 2012

Koalas, Rugby und der Nahe Osten in Singapur

Unser Aufenthalt in Australien endete in Brisbane, wo wir uns auch endlich unseres Campervans entledigen konnten. Brisbane stellte sich familiärer als Sydney und grüner als Melbourne heraus. Das Hostel wiederum wirkte wie eine umgebaute Garage in einem großen Wohnhaus. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass es eine umgebaute Garage in einem großen Wohnhaus war!

our hostel in Brisbane aka some guy's basement 😉

Da wir Australien nicht verlassen wollten, ohne ein lebendiges Känguru gesehen zu haben (tote gab es leider genug am Straßenrand), haben wir in Brisbane ein Tier Sanctuary aufgesucht. Dort gab es neben Kängurus auch Koalas, Krokodile, Wombats, Tasmanische Teufel, Dingos und ein Schnabeltier.

There were many things to do at the Koala Sanctuary in Brisbane, such as cuddling with Koalas...

...hanging out with kangaroos...

...or getting into a staring-duel with an emu 🙂

Ausklingen ließen wir den Aufenthalt in Australien bei einem Rugby-Match, um den Nationalsport der Australier besser verstehen zu können. Vom Rugby-Match ging es dann direkt zum Flughafen Richtung Singapur.

Enjoying a rugby game on our final night in Australia.

In Singapur angekommen, suchten wir zunächst unser Hostel und stellten mit Verblüffung fest, dass es in unserem Viertel aussah wie im Nahen Osten. Anstatt einer sterilen Großstadt mit zahlreichen Verbotsschildern erwarteten uns eine Reihe von arabischen Lokalen und viele Wasserpfeifen-RaucherInnen.

Oriental air in Singapore:

...visiting mosques...

 

...and smoking water pipe.

In der Innenstadt fanden wir schließlich doch noch die futuristische Skyline und die vielen Verbotsschilder, die wir erwartet hatten. Bei der Vielzahl an religiösen Gruppen, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass man im Zentrum Singapurs eine Moschee neben einem hinduistischen und einem buddhistischen Tempel findet. Entscheidend ist dabei die gelbe Linie, die man mit Schuhen nicht überschreiten darf. Eine Erkenntnis, die sich vor allem in Chinatown und Little India als hilfreich herausstellen sollte 🙂

Singapore skyline

Singapore at its best

 



Woche 5: 9. – 15. Mai 2012:

1 06 2012

Regenwald die Zweite, Lord Byron und eineinhalbspurige Kreisverkehre

Von Urunga war es auch nicht mehr weit zum Dorrigo Nationalpark, wo wir zum zweiten Mal auf unserer Reise einen Urwald zu Gesicht bekamen. Dabei lief uns so mancher Truthahn über den Weg, den wir im Dschungel eigentlich nicht vermutet hätten. Glücklicherweise sind uns aber die Blutegel und Spinnen verborgen geblieben.

The only animal we discovered on our tour through the Dorrigo National Park - a turkey.

Nach diesem Ausflug in den Dschungel sind wir nach Byron Bay aufgebrochen – in der Hoffnung, dass eine Stadt die wie der notorische Dichter Lord Byron heißt, cool sein muss. Sie war cool. Byron Bay ist der Inbegriff einer Surferstadt, in der sich Jung und Alt entweder am Strand oder auf den Brettern, die den Australiern die Welt bedeuten, tummeln.  Abends hatten wir auch eine Begegnung dritten Grades mit einem betrunkenen Australier, der sich mit uns über Mathematik unterhalten wollte. Abgesehen von diesem mathematischen Ausrutscher hat es uns aber in Byron Bay so gut gefallen, sodass wir gleich zwei Nächte lang blieben.

At the beach in Byron Bay.

Sunset in Australia's coolest surfer town 🙂

Zwei ganze Tage verbrachten wir auch in Hervey Bay, das sich als ein eher verschlafenes Nest herausstellte. Allerdings ohne Dornröschen, dafür mit einer hervorragenden öffentlichen Bibliothek und einem kleinen Kino.

Auf dem Rückweg nach Brisbane legten wir noch einen Zwischenstopp in Caloundra ein.  Dort sind uns erstmals auf unserer Reise eineinhalbspurige Kreisverkehre untergekommen. Eine Konstruktion, die sich in Österreich hoffentlich nicht durchsetzen wird. Caloundra ist eine Stadt, die vollkommen dem Durchschnitt angloamerikanischer Städte entspricht: Sie ist weder sehr groß, noch sehr klein. Weder besonders langweilig, noch spannend. Es gibt die übliche Mainstreet und die üblichen Suburbs. Für eine Nacht war die Stadt aber genau richtig.

Main activities of the week - driving...

 

... and cooking 😉



Woche 4: 2. – 8. Mai 2012

18 05 2012

Rotlicht, Macbeth und ein Ort namens Urunga

In Sydney verbrachten wir fünf Nächte im Hostel Eva’s Backpackers, was für uns der bisher längste Aufenthalt an einem Ort bedeutete. Wir haben uns förmlich eingewöhnt, auch wenn unsere Wohngegend die wohl einzige Rotlichtmeile Sydneys beherbergte 😉

view from the rooftop of our hostel - awesome!

Sydney: view from the rooftop of our hostel - awesome!

Sydney ist großartig (groß und nicht immer artig) und sehr kosmopolitisch: Nordamerikanische Skyline, europäischer Lebensstil und Großteils asiatische Bewohner. Die Wolkenkratzer stehen neben mindestens so hohen Wohngebäuden, die Innenstadt ist mit kulinarischen Ständen aus der ganzen Welt zugedeckt und auch am Abend mit zahllosen Menschenmassen belebt.

the worldfamous Sydney opera house - even more spectacular in reality

the worldfamous Sydney opera house - even more spectacular in reality

Wir haben die Chance gleich ergriffen und Sydneys Wahrzeichen der Oper einen Besuch abgestattet. Das Gebäude von außen zu sehen ist eine Sache, aber wir wollten auch unbedingt hinein: Da kam uns eine Theatervorstellung von „Macbeth“, die im Operngebäude stattfand, sehr gelegen. Bei über 1.000 Räumen ist es kein Wunder, dass in der Oper auch ein Theater zu finden ist.

dressing up for the opera

dressing up for the opera 🙂

DSCN3807

Sydney at Night - Opera

Sydney at Night - Harbor Bridge

Sydney at Night - Harbor Bridge

Sydney at Night - Skyline + Theresa

Sydney at Night - Skyline + Theresa

Den letzten Tag ließen wir uns schließlich auch vom kühlen Wetter nicht verderben und besuchten Bondi Beach – DEN Hausstrand Sydneys.

great look at Bondi Beach...

great look at Bondi Beach...

... but on a very windy day ;-)

... but on a very windy day 😉

Tags darauf hieß es dann leider Abschied nehmen von Sydney, aber wir machten dafür Bekanntschaft mit unserem gemieteten Campervan. Nicht nur sein hoher Preis, sondern auch die Größe des Vans waren überraschend. Oder besser gesagt: seine Breite und Länge. So konnten wir in den darauffolgenden Tagen die Straßen Australiens bestens ausfüllen 🙂 Die Reise führte uns unter anderem zum Macquerie Lake, wo wir die erste Nacht gleich mal wild campten – am Supermarktparkplatz. In der folgenden Nacht waren wir etwas gesitteter und haben uns in Hawks Nest einen Campingplatz gesucht. Dort waren wir so nahe am Meer, dass wir es die ganze Nacht tosen hörten. Morgens wiederum konnten wir beim Frühstück den Surfern zusehen, die auf die perfekte Welle warteten. Nicht so einfach bei diesem Wellengang. Dieser Tag sollte uns auch lehren, dass man in Australien Entfernungen besser nicht unterschätzt, da man sonst bald in irgendeinem kleinen Ort landet. In unserem Fall war dies Urunga. Aber wir wollen nicht undankbar sein, denn der Campingplatz bot eine tolle Aussicht auf das Meer und genügend Fluchtwege als in unserem Campervan der Feueralarm losheulte.

calming down at the beach in Hawk's Nest after all the city action

calming down at the beach in Hawks Nest after all the city action



Woche 3: 24. April – 1. Mai 2012

18 05 2012

Apostel, Feuerspeier und Country UNlink

Die letzten Tage in Neuseeland verbrachten wir wieder in Wellington. Aufgrund akuten Kleidungsmangels waren wir gezwungen einige Zeit im Hostel zum Waschen zuzubringen. Als unsere Kleidung trocken war, hieß es früh aufstehen (um 3 Uhr!), um unseren Flieger Richtung Melbourne zu erwischen.

Saying goodbye to our car

Saying goodbye to our car

pure backpacking.

pure backpacking.

Wellington ist zwar sehenswert, aber Melbourne spielt nochmal in einer anderen Liga. Mit rund 3. Mio. Einwohnern war Melbourne die erste Großstadt, die wir auf unserer Tour bereisen werden. Angesichts dieser Skyline, Brücken und Flusspromenade entlang des Yarra-Flusses, ist Wellington bald zu einer Kleinstadt verblast. Besonders erschreckt und später beeindruckt haben uns riesige metallene „Feuerspeier“. Da es leider nicht ganz so sonnig war wie ursprünglich für Australien angenommen, haben wir uns die Zeit in Melbourne meist unter Dach vertrieben. Bei der Vielzahl an Museen und Galerien war dies glücklicherweise nicht allzu schwierig.

Melbourne during the day...

Melbourne during the day...

...and at night!

...and at night!

fire-spitting towers in Melbourne - seriously!?!

fire-spitting towers in Melbourne - seriously!?!

Von Melbourne aus haben wir auch die Great Ocean Road in Angriff genommen mit ihren berühmten „Twelve Apostles“ – riesigen Gesteinsblöcken, die direkt vor der Küste vom Meer umspült werden. Da einige dieser Felsen allerdings abgebrochen sind, sind es mittlerweile nur mehr rund acht Apostel. Sei es wie es sei, beeindruckend sind sie auf jeden Fall.

impressions from the Great Ocean Road

impressions from the Great Ocean Road

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making friends along the way :-)

making friends along the way 🙂

Nach unserem Abschied von Melbourne, sollten wir erfahren, dass die Zugverbindung der Firma „Country Link“ nicht ganz so gut ausgebaut ist, wie ursprünglich angenommen. Auf dem Weg nach Canberra hatte nicht nur unser Zug in Melbourne über eine Stunde Verspätung, sondern auch der Anschlussbus. Wir standen also nachts bei wenigen Graden Celsius an einer zugesperrten Bahnstation mitten im Nirgendwo und warteten ohne Information auf einen Bus, der kommen konnte oder auch nicht. (Wir, das waren einige jüngere und ältere AustralierInnen, zwei koreanische Austauschstudenten, ein Kanadier – der sich aus unerfindlichen Gründen weigerte mehr als ein T-shirt anzuziehen – und ein älteres asiatisches Paar.) Nach fast einer Stunde kam der Bus. Mit insgesamt rund 4 Stunden Verspätung schafften wir es dann doch noch bis nach Canberra – eine Tagesreise im wahrsten Sinne des Wortes.

lost in transition (to Canberra)

lost in transition (to Canberra)

Canberra selbst ist eine Autostadt – und zwar in dem Sinne, dass sie für Fußgänger völlig ungeeignet ist. Es gibt keine Fußwege, keine Beleuchtung und um zu den Parlamentsgebäuden zu gelangen, muss man als Fußgänger zwangsläufig über die Straße hechten. Ein gutes Konditionstraining, aber nicht ungefährlich. Deshalb machten wir uns nach einem Tag bereits Richtung Sydney auf.

Canberra: simply not made for walking.

Canberra: simply not made for walking.



2. Woche 17.-23. April 2012

9 05 2012

Steinerne Pfannkuchen, Rohan und Pottwale

Die Nacht vom 16. bis 17. April verbrachten wir in einem dreieckigen Häuschen in einem Campingplatz, dessen Spinnenquote leider ziemlich hoch war. Dafür wurden wir am nächsten Tag mit einer Fahrt auf einer kurvenreichen Straße zwischen Wäldern und der rauen Tasman Sea belohnt.

What a sight :-)

What a sight 🙂

At the beach 1

At the beach 1

At the beach 2

At the beach 2

Als Brunch gab es einen Stapel steinerner Pfannkuchen: Im Punakaiki and Pantaroa National Park kann man Gesteinsformationen sehen, die im Laufe der Jahrhunderte durch die Erosion so geschichtet wurden, dass sie wie Pfannkuchen-Stapel aussehen. Sehr schön anzusehen, aber unverdaulich.

Stone pancakes at Punaikaki

Stone pancakes at Punakaiki

Dinner gab es dann in Hokitika – und als Appetizer einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand. Hokitika ist einer dieser Orte, die touristisch genug anmuten, um eine Nacht dort zu bleiben – aber als Auswanderungsziel ist er bei genauerer Überlegung doch etwas zu idyllisch.

Sunset in Hokitika

Sunset in Hokitika

Ein Anziehungspunkt für Touristen ist auch der Franz Josefs-Gletscher, der tatsächlich nach dem österreichischen Kaiser benannt wurde. So wie fast jeder andere Gletscher hat jedoch auch dieser seine besten Zeiten schon hinter sich. Der Weg bis zum Eis war jedoch eine schöne Wanderung, die uns wiederum durch einen dichten Farnwald führte.

Taking a break...

Taking a break...

...on our way...

...on our way...

to Franz Josef

...to Franz Josef glacier.

Die anschließende Überlandfahrt nach Christchurch führte uns über den Arthur’s Pass, dessen imposantes Hochland wohl als Drehort für die Weiten von Rohan herangezogen wurde (Herr der Ringe, für die Unwissenden 😉

Rohan - as can be seen in Lord of the Rings

Rohan - as can be seen in Lord of the Rings

Christchurch selbst ist momentan jedoch ein trostloser Ort. Das Erdbeben vor rund einem Jahr hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen und das Stadtzentrum unbegehbar gemacht. Überall zeigen Absperrgitter und Bauzäune die Sackgassen an, die einem den Zugang zur Innenstadt unmöglich machen.

Christchurch - after the dreadful earthquake

Christchurch - after the dreadful earthquake

Daher machten wir uns bald auf den Weg nach Norden – am Pazifik entlang – und erreichten schließlich Kaikoura. Eine Stadt, die unter anderem dafür bekannt ist, dass sich dort aufgrund eines küstennahen Meeresgrabens zahlreiche Wale und Delphine tummeln. Einen dieser gewaltigen Pottwale konnten wir schließlich auch ausmachen. Dieser war aber von unserem Erscheinen wenig angetan – zeigte uns die Hinterflosse und tauchte wieder ab. Die Delphine waren da schon deutlich zutraulicher und schwammen eine ganze Weile neben uns her. Tauschen wollten wir jedoch mit den Robben, die den ganzen Tag faul in der Sonne liegen. Nach unserer Walerkundung hieß es jedoch bald Abschied nehmen von der Südinsel und die Rückkehr nach Wellington anzutreten.

A giant sperm whale - or at least parts of it ;-)

A giant sperm whale - or at least parts of it 😉

Dolphins showing their tricks

Dolphins showing their tricks

P.S.:

Hitting the road in New Zealand – some impressions:

Vanity plates - New Zealand style

Vanity plates - New Zealand style

Yes, this bridge is shared by cars (from both directions) and trains

Yes, this bridge is shared by cars (from both directions) and trains

Kiwis crossing

Kiwis crossing

Driving on the countryside

Driving on the countryside

??? - Strange signs on the road

??? - Strange signs on the road