Woche 5: 9. – 15. Mai 2012:
1 06 2012Regenwald die Zweite, Lord Byron und eineinhalbspurige Kreisverkehre
Von Urunga war es auch nicht mehr weit zum Dorrigo Nationalpark, wo wir zum zweiten Mal auf unserer Reise einen Urwald zu Gesicht bekamen. Dabei lief uns so mancher Truthahn über den Weg, den wir im Dschungel eigentlich nicht vermutet hätten. Glücklicherweise sind uns aber die Blutegel und Spinnen verborgen geblieben.
Nach diesem Ausflug in den Dschungel sind wir nach Byron Bay aufgebrochen – in der Hoffnung, dass eine Stadt die wie der notorische Dichter Lord Byron heißt, cool sein muss. Sie war cool. Byron Bay ist der Inbegriff einer Surferstadt, in der sich Jung und Alt entweder am Strand oder auf den Brettern, die den Australiern die Welt bedeuten, tummeln. Abends hatten wir auch eine Begegnung dritten Grades mit einem betrunkenen Australier, der sich mit uns über Mathematik unterhalten wollte. Abgesehen von diesem mathematischen Ausrutscher hat es uns aber in Byron Bay so gut gefallen, sodass wir gleich zwei Nächte lang blieben.
Zwei ganze Tage verbrachten wir auch in Hervey Bay, das sich als ein eher verschlafenes Nest herausstellte. Allerdings ohne Dornröschen, dafür mit einer hervorragenden öffentlichen Bibliothek und einem kleinen Kino.
Auf dem Rückweg nach Brisbane legten wir noch einen Zwischenstopp in Caloundra ein. Dort sind uns erstmals auf unserer Reise eineinhalbspurige Kreisverkehre untergekommen. Eine Konstruktion, die sich in Österreich hoffentlich nicht durchsetzen wird. Caloundra ist eine Stadt, die vollkommen dem Durchschnitt angloamerikanischer Städte entspricht: Sie ist weder sehr groß, noch sehr klein. Weder besonders langweilig, noch spannend. Es gibt die übliche Mainstreet und die üblichen Suburbs. Für eine Nacht war die Stadt aber genau richtig.




