Woche 11: 16.-23. Juni 2012
8 07 2012Dschungelfieber, EM-Fieber und Inselfieber
Unser Aufenthalt in Wien beschränkte sich zunächst auf den Flughafen, ehe es in einen weiteren „Dschungel“ ging. Die dicht bewaldete Gegend im nordwestlichen Niederösterreich war für die nächsten zwei Tage unser Ziel. Das Dschungel- oder besser Waldfieber hat uns bald gepackt und von so manchen Einheimischen wurden wir sehr freudig willkommen geheißen, verköstigt und untergebracht. Es würde vielleicht zu weit gehen, die Traditionen der Einheimischen mit jenen der Bergvölker in Vietnam zu vergleichen, aber gewisse Ähnlichkeiten sind dennoch festzustellen: In manchem Haushalt ist es beispielsweise üblich dem passiven Ballsport zu frönen. So wird bis zu später Stunde über ein gesehenes Fußballmatch diskutiert und über den Schiedsrichter meist geschimpft. Wie sich herausstellte handelte es sich bei dem aktuellen Turnier um die Europameisterschaft (=EM), die die Leute so in ihren Bann zog.
Nach nur zwei Tagen verstärktem Kontakt mit den Einheimischen (vor allem mit jenen derselben Familie :-)) ging es weiter nach Wien. Auch dort war fast Jede/r vom EM-Fieber gepackt. Die entscheidenden Fragen waren also: Wer gewinnt? Wo sollen wir das Match anschauen? Wer bringt die Chips mit? Wer das Bier? Nach Klärung dieser Fragen, konnten wir an der Vorführung der Ballkünstler an zwei aufeinander folgenden Abenden teilnehmen.
Kaum war jedoch eine Ruhepause im Ballturnier, suchten die Wiener/innen zu Hundertausenden eine kleine Insel inmitten der Donau auf, um dem so genannten „Donauinselfest“ beizuwohnen.
Das Inselfieber schien die halbe Stadt lahmzulegen, wie man an den Platzverhältnissen in den Wiener Linien erkennen konnte. Auf der Insel konnte man einheimische und fremde Klänge hören und so manchen Tanzschritt der Wiener/innen abschauen. Zu den kulinarischen Genüssen, die die Einheimischen zu sich nahmen, gehörten in erster Linie klebrige, fettige und flüssige Substanzen (Donuts, Pommes und Bier). Nach drei Tagen, war das Spektakel auch schon wieder vorbei – aber da ging die EM auch schon wieder weiter…
THE END





