2. Woche 17.-23. April 2012
9 05 2012Steinerne Pfannkuchen, Rohan und Pottwale
Die Nacht vom 16. bis 17. April verbrachten wir in einem dreieckigen Häuschen in einem Campingplatz, dessen Spinnenquote leider ziemlich hoch war. Dafür wurden wir am nächsten Tag mit einer Fahrt auf einer kurvenreichen Straße zwischen Wäldern und der rauen Tasman Sea belohnt.

What a sight π

At the beach 1

At the beach 2
Als Brunch gab es einen Stapel steinerner Pfannkuchen: Im Punakaiki and Pantaroa National Park kann man Gesteinsformationen sehen, die im Laufe der Jahrhunderte durch die Erosion so geschichtet wurden, dass sie wie Pfannkuchen-Stapel aussehen. Sehr schön anzusehen, aber unverdaulich.

Stone pancakes at Punakaiki
Dinner gab es dann in Hokitika β und als Appetizer einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand. Hokitika ist einer dieser Orte, die touristisch genug anmuten, um eine Nacht dort zu bleiben β aber als Auswanderungsziel ist er bei genauerer Überlegung doch etwas zu idyllisch.

Sunset in Hokitika
Ein Anziehungspunkt für Touristen ist auch der Franz Josefs-Gletscher, der tatsächlich nach dem österreichischen Kaiser benannt wurde. So wie fast jeder andere Gletscher hat jedoch auch dieser seine besten Zeiten schon hinter sich. Der Weg bis zum Eis war jedoch eine schöne Wanderung, die uns wiederum durch einen dichten Farnwald führte.

Taking a break...

...on our way...

...to Franz Josef glacier.
Die anschließende Überlandfahrt nach Christchurch führte uns über den Arthurβs Pass, dessen imposantes Hochland wohl als Drehort für die Weiten von Rohan herangezogen wurde (Herr der Ringe, für die Unwissenden π

Rohan - as can be seen in Lord of the Rings
Christchurch selbst ist momentan jedoch ein trostloser Ort. Das Erdbeben vor rund einem Jahr hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen und das Stadtzentrum unbegehbar gemacht. Überall zeigen Absperrgitter und Bauzäune die Sackgassen an, die einem den Zugang zur Innenstadt unmöglich machen.

Christchurch - after the dreadful earthquake
Daher machten wir uns bald auf den Weg nach Norden β am Pazifik entlang β und erreichten schließlich Kaikoura. Eine Stadt, die unter anderem dafür bekannt ist, dass sich dort aufgrund eines küstennahen Meeresgrabens zahlreiche Wale und Delphine tummeln. Einen dieser gewaltigen Pottwale konnten wir schließlich auch ausmachen. Dieser war aber von unserem Erscheinen wenig angetan β zeigte uns die Hinterflosse und tauchte wieder ab. Die Delphine waren da schon deutlich zutraulicher und schwammen eine ganze Weile neben uns her. Tauschen wollten wir jedoch mit den Robben, die den ganzen Tag faul in der Sonne liegen. Nach unserer Walerkundung hieß es jedoch bald Abschied nehmen von der Südinsel und die Rückkehr nach Wellington anzutreten.

A giant sperm whale - or at least parts of it π

Dolphins showing their tricks
P.S.:
Hitting the road in New Zealand – some impressions:

Vanity plates - New Zealand style

Yes, this bridge is shared by cars (from both directions) and trains

Kiwis crossing

Driving on the countryside

??? - Strange signs on the road