Woche 8: 30. Mai – 5. Juni 2012
1 07 2012Kaisergräber, tapfere Schneider und die lukullischen Genüsse Südvietnams
In Hue wagten wir uns erstmals selbst auf ein Moped – allerdings nur als Mitfahrer. Unsere Annahme, dass in Vietnam jeder Verkehrsteilnehmer einfach dann fahren würde, wenn es ihm/ihr passt, hat sich dabei bestätigt. So ging es über Schnellstraßen und Feldwege und auch über eine Mopedbrücke. Wohin ging also die Fahrt? Wir besuchten unter anderem zwei Kaisergräber und einer Pagode. Als ehemaliger Regierungssitz der vietnamesischen Kaiser war Hue ehemals ein politisches und kulturelles Zentrum, was sich an den reich geschmückten Gräbern auch deutlich zeigte. Als unangenehmes Souvenir der Mopedreise hat Theresa jedoch einen Sonnenbrand mitgenommen.
Von Hue ging es weiter nach Hoi An, dessen Altstadt zu Recht als Weltkulturerbe zählt. Darüber hinaus hat Hoi An den Ruf eine „Schneiderstadt“ zu sein, was die unzähligen Kleidergeschäfte und Stoffläden auch deutlich machten. Eine Hälfte unserer Zweiergruppe konnte es also nicht lassen, sich etwas schneidern zu lassen. Wohingegen sich die männliche Hälfte mit dem Schneiden der Haare begnügte.
Nach zwei Nächten ging es jedoch schon weiter nach Na Thrang, wo wir erstmals das faule Strandleben erprobten – für einen Vormittag 🙂 Dabei stellten wir zu unserer Überraschung fest, dass in Na Thrang häufig kyrillische Zeichen verwendet wurden. Die große Anzahl russischer Urlauber war schließlich des Rätsels Lösung.
Danach führte uns der Wunsch nach Abkühlung nach Da Lat, einem kühleren Ort in den Bergen. Dort kamen wir nicht nur mit einer der besten Konditoreien des Landes in Kontakt, sondern auch mit so manchen außergewöhnlichen Speisen. Die gebratenen Grillen haben bereits die Geister gespalten – das Mäusefleisch hat Theresa als Vegetarier sogleich verwehrt. Besonders fasziniert hat uns ein Bergvolk, das wir auf einer Tour besuchen konnten. Für uns ist es kaum vorstellbar welch einfaches und traditionelles Leben dieses Volk führt. So ist es beispielsweise üblich, dass die Eltern für die Tochter einen Bräutigam kaufen. Gregor ist dabei fast gekauft worden, hätte Theresa nicht eingegriffen.













